Die Verbindung von aufklärerischer Vernunft und Wissenschaft

Hermann Lotze

„Unter den Denkern des neunzehnten Jahrhunderts hat dies Problem keiner so klar gesehen und so deutlich formuliert wie Lotze; seine ganze Lehre des teleologischen Idealismus läuft - genau wiederum im Sinne der Kritik der Urteilskraft - darauf hinaus, in der Gesamtheit der Gesetze das System der Formen zu sehen, durch welche sich eine inhaltliche Welt der Werte verwirklicht.

Wilhelm Windelband, Nach hundert Jahren, in: Präludien, Jörn Bohr / Sebastian Luft (Hrsg.) Hamburg 2021, Meiner Verlag, S. 146.

„Though there was never a Lotzean school in Germany, Lotze proved to be a seminal influence on some very seminal thinkers: Brentano, Dilthey, Windelband, Rickert, Lask, Cohen, Husserl and Frege. All attempts to trace the sources of these distinctions, ultimately and inevitably, come back to him. He was indeed the grandfather of the concept of normativity, which has become such a mantra in contemporary philosophy.“

Frederick C. Beiser, Late German Idealism, Oxford University Press, Oxford 2014, p. 129.

„Wichtig ist, daß Lotze davon ausgeht, die Kritik der reinen Vernunft behandle und entscheide alle wesentlichen Fragen der Philosophie (nicht bloß die Frage nach den Grenzen unseres Erkennens), und Kants versprochenes ‚System‘ hätte bloß eine andere ‚Darstellungsform der Resultate der Kritik‘ geben können.“

Gerhard Lehmann, in: Hans-Ludwig Ollig (Hrsg.), Materialien zur Neukantianismus-Diskussion, Wissenschaftlich Buchgesellschaft Darmstadt, Darmstadt 1987, S. 59.

Hermann Lotze Biographie: https://www.deutsche-biographie.de/sfz54473.html

Bedeutende Werke: 

Metaphysik, Leipzig 1841
Logik, Leipzig 1843
Mikrokosmus. Ideen zur Naturgeschichte und Geschichte der Menschheit, Leipzig 1856-64
System der Philosophie:
Erster Theil, Drei Bücher der Logik, 1874
Zweiter Theil, Drei Bücher der Metaphysik, 1879

 

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